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IV. ZU DEN LEHRVERANSTALTUNGEN

4. Wahlfächer - Weiterführende Vorlesungen, Spezialvorlesungen

Ziel des Besuchs der weiterführenden Vorlesungen bzw. Spezialvorlesungen ist die Vertiefung der im Kursprogramm erworbenen Kenntnisse. Themen und Frequenz der Vorlesungen sind auf die Erfordernisse der Ausbildung fortgeschrittener Studierender abgestimmt; sie werden z.T. auch von Doktorandinnen und Doktoranden mit Gewinn besucht.

Das Wahlfach physikalischer Richtung dient der Vertiefung in eine Arbeitsrichtung der Physik über den Stoff der Kursvorlesungen hinaus oder der Einarbeitung in einen neuen Anwendungsbereich der Physik. Der für die Diplomprüfung vorgegebene Umfang von mindestens 4 Semesterwochenstunden ist sicher nicht ausreichend, um dieses Ziel zu erreichen. Es wird daher dringend empfohlen, die im Hauptstudium für Lehrveranstaltungen eigener Wahl in großem Umfang zur Verfügung stehende Zeit dafür zu nutzen, eine wirkliche Vertiefung im Wahlfach - über die zur Prüfung angemeldeten Lehrveranstaltungen hinaus - zu erreichen. Dieses wird zudem häufig aus dem Fachgebiet sein, in dem die Diplomarbeit gemacht wird, für die eine gute fachliche Vorbereitung von großem Vorteil ist. Die Fakultät bietet eine große Zahl von Veranstaltungen aus verschiedenen Forschungsrichtungen an, die für das physikalische Wahlfach geeignet sind. Diese sind im Vorlesungsverzeichnis explizit als solche ausgewiesen. (Zusätzliche Regelungen für das Wahlfach physikalischer Richtung gelten bei Wahl eines der Vertiefungsfächer Informatik oder Biophysik.)

Folgende Wahlfächer stehen zur Verfügung:

  • Allgemeine Relativitätstheorie und Kosmologie
  • Astrophysik (N.B.: Nebenfach Astronomie unzulässig)
  • Atom-, Molekül- und Quantenphysik
  • Biophysik
  • Computational Physics
  • Elektronik
  • Kern- und Teilchenphysik
  • Medizinische Physik
  • Physikalische Grundlagen bildgebender Verfahren
  • Physik der kondensierten Materie
  • Quantenfeldtheorie
  • Umweltphysik

Die Entscheidung für ein bestimmtes Wahlfach als Prüfungsfach muss erst bei der Anmeldung zur Prüfung erfolgen.

Empfohlene Lehrveranstaltungen für das Wahlfach physikalischer Richtung aus verschiedenen Wahlgebieten

(wenn mehrere Veranstaltungen im Umfang > 4 SWS aufgeführt sind können diese beliebig kombiniert werden, außer es werden explizit mehrere verlangt)

  • Allgemeine Relativitätstheorie und Kosmologie
  • Observing the Big Bang (2 SWS) Cosmology (2 SWS) General relativity (2 bis 4 SWS)
  • Astrophysik: Einführung in die Astronomie und Astrophysik I+II (2 x 2 SWS) mit Astronomisch-astrophysikalisches Praktikum (Ferien-Blockkurs), Theoretische Astrophysik (4 SWS)
  • Atom- Molekül und Quantenphysik
  • Mindestens zwei Grundvorlesungen (basic lectures) aus dem Angebot der Graduate school for atomic molecular and quantum physics.
  • Biophysik
  • Grundkurs Biophysik (4 + 2 SWS)
  • Computational Physics
  • Einführung in die Computerphysik (3 + 3 SWS)
  • Elektronik
  • Elektronik (4 SWS)+ Elektronikpraktikum Mikroelektronik (4 SWS)
  • Kern- und Teilchenphysik
  • Experimental probes of fundamental interactions (2 SWS) Standard Model of Particle Physics and Beyond (2 SWS) Beschleuniger und Detektoren (2 SWS)
  • Medizinische Physik
  • Medizinische Physik I+II (2 x 2 SWS)
  • Physikalische Grundlagen bildgebender Verfahren
  • Physics of imaging (4 SWS, SS)
  • Physik der kondensierten Materie
  • Pro Jahr werden drei Vorlesungen aus den folgenden angeboten: Tieftemperaturphysik (4 SWS) , Quantenflüssigkeiten und Quantenfestkörper (4 SWS), Theorie der kondensierten Materie (4 SWS), Physik von Oberflächen und dünnen Schichten (4 SWS)
  • Quantenfeldtheorie
  • Quantenfeldtheorie I+II ( 2 x 4 SWS)
  • Umweltphysik
  • Physik aquatischer Systeme (2 x 2 SWS), Physik der Atmosphäre I+II (2 x 2 SWS), Soil Physics I+II (2 x 2 SWS), Paläoklima und Klima (2 SWS), Fernerkundung der Atmosphäre (2 SWS).

Die Wahl eines solchen empfohlenen Wahlfachs hat mehrere Vorteile:

  • Diese Veranstaltungen werden regelmäßig (mindestens jährlich einmal) angeboten.
  • Es ist garantiert, dass Prüfer verfügbar sind, eine vorherige Abstimmung ist nicht erforderlich.
  • Diese Veranstaltungen sind so konzipiert, dass sie solide Grundkenntnisse für eine weitergehende Beschäftigung mit dem Wahlgebiet vermitteln.
  • Arbeitsgruppen aus dem Forschungsgebiet des physikalischen Wahlfaches erwarten zu recht, dass ihre Diplomanden diese Grundkenntnisse mitbringen.

In einigen wichtigen Forschungsbereichen stehen ausgearbeitete Studienangebote zur Vertiefung des Fachwissens zur Verfügung, die sich an jene Studierenden richten, die es beabsichtigen, dort Diplom- bzw. Promotionsarbeiten zu machen. Diese Angebote (Graduate Schools) gehen weit über ein physikalisches Wahlfach hinaus. Man sollte sie frühzeitig im Hauptstudium als physikalisches Wahlgebiet beginnen und dann während der Diplomarbeit und Doktorarbeit weiterführen.

Studenten haben auch die Möglichkeit, Veranstaltungen eigener Wahl aus den obigen Wahlgebieten als Prüfungsstoff zur Diplomprüfung im Wahlfach physikalischer Richtung vorzuschlagen. In diesem Falle ist es aber unbedingt erforderlich, dass der Student sich rechtzeitig vorher mit einem prüfungsberechtigten Mitglied der Fakultät in Verbindung setzt, dessen Zustimmung zu seinem Vorschlag einholt und seine Bereitschaft, dafür als Prüfer zu agieren, klärt. Es gibt keinen Prüfungsanspruch für alle denkbaren Wahlfachkombinationen, nicht alle sind sinnvoll und bei weitem nicht alle Dozenten, die eine Vorlesung aus dem Wahlgebiet anbieten, sind prüfungsberechtigt.



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