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Otto-Haxel-Dissertationspreis für Klaus Paschek und Nikolas Liebster

17.9.2026

Der Otto-Haxel-Dissertationspreis geht in diesem Jahr gleich zweimal nach Heidelberg. Den ersten Rang erhielt Klaus Paschek, der am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) promoviert hat. Den zweiten Rang teilt sich Nikolas Liebster vom Kirchhoff-Institut für Physik (KIP) aequo loco mit Lea Reuter vom Karlsruher Institut für Technologie. Überreicht wurden die Preise beim Sommerempfang des KIT-Freundeskreises und der Fördergesellschaft. 

 

Vergeben wird der Preis seit 2017 gemeinsam mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, und zwar für die besten Physik-Dissertationen an den Universitäten Heidelberg und Göttingen sowie am KIT - den drei Wirkungsstätten des Kernphysikers Otto Haxel (1909-1998). Er gehört zu den höchstdotierten Dissertationspreisen für Physik in Deutschland. 

 

Klaus Paschek wurde für seine Dissertation „From Space to the Hadean Earth: Prebiotic Synthesis and the Origins of Life" ausgezeichnet, die in der Laborastrophysik-Gruppe von Prof. Dr. Thomas Henning am MPIA entstanden ist. Darin geht er der Frage nach, wie die molekularen Bausteine des Lebens auf die junge Erde gelangt sein könnten: mitgebracht von Meteoriten oder vor Ort entstanden. Seine Arbeit verbindet dabei Methoden aus Astrophysik, Geochemie und präbiotischer Chemie. 

 

Nikolas Liebster promovierte in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Markus Oberthaler am Kirchhoff-Institut für Physik. Seine Dissertation „Pattern Formation and Supersolid Sound Modes in a Driven Superfluid" handelt von Quantensystemen fernab des Gleichgewichts. Treibt man ein Bose-Einstein-Kondensat periodisch an, ordnen sich die Atome von selbst zu regelmäßigen Mustern. Liebster hat außerdem kollektive Anregungen vermessen, wie sie für supersolide Materiezustände charakteristisch sind. 

 

„Ich war völlig überrascht und fühle mich sehr geehrt, diesen Preis zu erhalten. Als wir das Projekt begonnen haben, hätte ich mit dieser Anerkennung nie gerechnet. Möglich war es nur dank des Teams am Kalium-Experiment, der Betreuung durch Markus und des dynamischen Umfelds an der Universität Heidelberg", sagt Nikolas Liebster. 

 

Die Fakultät für Physik und Astronomie gratuliert allen drei Preisträgern ganz herzlich. 

KIT