II. VORAUSSETZUNGEN

Wesentliche Voraussetzung für das erfolgreiche Studium der Physik ist ein tiefes Interesse an physikalischen Phänomenen und Problemen und eine gute physikalische und mathematische Begabung. Es sei hier besonders darauf hingewiesen, dass Physikerinnen und Physiker im Verlaufe des Studiums mathematische Kenntnisse erwerben müssen, die weit über das in der Schule Gelernte hinausgehen.

Es wird also erwartet, dass die Studierenden des Faches Physik über die folgenden Voraussetzungen verfügen:

  • das besondere Interesse für physikalische und mathematische Probleme und Arbeitsweisen, es äußert sich erfahrungsgemäß schon in den letzten Schuljahren und zeigt sich z.B. in der Wahl besonderer Aktivitäten (Leistungskurse, Arbeitsgemeinschaften usw.).
  • Kenntnisse im Umgang mit dem Computer;
  • ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache, um wissenschaftliche Texte zu verstehen (diese Kenntnisse werden, auch zur Verständigung mit ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, zunehmend in höheren Studiensemestern benötigt, können also ggfs. noch während der ersten Semester(ferien) vervollständigt werden). Einige der Lehrveranstaltungen, auch Kursvorlesungen, werden in englischer Sprache abgehalten.

Das Gesetz zur Änderung auswahlrechtlicher Vorschriften im Hochschulbereich zum 11.12.2002 hat rechtlich die Möglichkeit geschaffen, in Studiengängen, in denen kein Numerus clausus besteht, aber eine besondere Eignung sich als erforderlich herausgestellt hat, ein Eignungsfeststellungsverfahren durchzuführen.

Der Senat der Universität hat am 16.12.2003 dem Entwurf einer Satzung für das Eignungsfeststellungsverfahren im Studiengang Physik mit akademischer Abschlussprüfung zugestimmt.

Das Anliegen des Eignungsfeststellungsverfahrens besteht darin, nur die geeigneten Studienbewerberinnen und -bewerber zum Studium zuzulassen und damit vorzeitige Abbrüche des Studiums aufgrund mangelhafter Eignung zu vermeiden. Abgelehnte Bewerberinnen und Bewerber, die dennoch Physik in Heidelberg studieren wollen, haben die Möglichkeit, vor einer erneuten Bewerbung weitere Zusatzqualifikationen zu erwerben bzw. ggf. ihre Ausbildung zu verbessern. Eventuelle Wartezeiten zwischen dem Ausbildungsende und dem durch die vom Gesetzgeber vorgegeben Fristen frühest möglichen Studienbeginn können Interessierte am Heidelberger Physikstudium als Gasthörer überbrücken.

Die Satzung für das Eignungsfeststellungsverfahren findet sich auf den Informationsseiten des Zentralen Studierendensekretariats der Universität.

Die in der Schule erworbenen mathematischen Grundkenntnisse können vor Beginn der Vorlesungszeit des 1. Fachsmesters im Mathematischen Vorkurs der Fakultät aufgefrischt werden; dieser Vorkurs dient außerdem der allgemeinen Einführung in das (Physik-)Studium.



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